„Silicon Valley am Kasernen-Gelände“
Forschung und Produktion am Areal der Martinek-Kaserne.
BADEN / Seit dem endgültigen Räumungsbefehl für die Badener Martinek Kaserne mit Ende 2013 haben fieberhafte Überlegungen zur künftigen Nutzung des riesigen Areals begonnen. SPÖ und Bürgerliste haben bereits vorgeschlagen, das Grundstück als Universitäts-Campus zu nützen. Nun geht Bürgermeister Kurt Staska (ÖVP) mit einer eigenen Idee in die Offensive: er wünscht sich ein „Badener Silicon Valley“.
Die Nachnutzung der Kaserne habe nicht nur für die Stadt enorme Bedeutung, sondern auch überregionale Auswirkungen, betont er: „Das ist die größte Herausforderung seit Jahrzehnten. Meine Vision wäre, dieses Areal zu einem Hi-Tech, Forschungs- und Produktionscampus auszubauen. An diesem Standort könnte die Forschung ideal mit Lehrtätigkeit und anschließender Produktion kombiniert werden. Eine Möglichkeit der Realisierung wäre die Zusammenarbeit mit privaten Universitäten aus den USA.“
Kontakte zu Harvard und Microsoft
Schließlich habe es vor Jahren bereits einen Badener Kontakt zur Harvard University bezüglich einer Außenstelle in Österreich gegeben. Und aktuell sei man in Kontakt mit dem Computer-Giganten Microsoft.
Parallel dazu sollen Wohnungen für Studenten, Lehrpersonal und Firmenangehörige angeboten werden. „Der Freizeitbereich könnte mit einer breiten Palette aus den Bereichen Sport, Kultur, Gastronomie und Kinderbetreuung ausgebaut werden“, meint Staska. Als Anziehungspunkt und optische Attraktion stellt er sich ein „Besucherzentrum samt Freizeit-Bildungspark“ vor (siehe Visualisierung unten).
„Mit diesem Konzept könnte die Stadt ihren internationalen Standard steigern und das Stadtleben bereichert werden“, ist der Bürgermeister überzeugt. Er räumt ein: „Natürlich ist das derzeit nur eine Vision. Aber angesichts der Bedeutung des Areals müssen auch solche Überlegungen legitim sein.“ Man wolle nun aktiv auf die Suche nach Interessenten gehen.